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Tuesday, December 20, 2011

Istanbul Urban Research Blog

 
 http://istanbul-urban-research.blogspot.com


In the course of my PhD Dissertation I prepared a blog on the topic of Urban Transformation in Istanbul in order to sort and connect to the various online resrources I found and am constantly discovering. Furthermore I will share first outcomes of the particular topic of the Dissertation, namely what kind of Civil Society Organizations emerge and are active in the face of Urban Transformation in Istanbul since the 2000s and how they organize and which repertoire of resistance they potentially employ.

Martin Schwegmann, Berlin, the 20th of December 

Wednesday, September 21, 2011

Filmabend Istanbul
Urbane Transformation und Widerstand 

Montag, den 19.09.2011 um 19h
Multilayerladen, Adalbertstr.4 
(Eintritt frei)

Movie Screening Istanbul: 
Urban Transformation and Resistance 
Monday, 19th of September at 7 pm
Multilayerladen, Adalbertstr. 4
(Free entry)

Siehe die Filme weiter unten! 
See movies further down!
 



Programm:
1.„no pass to demolition“ (Beksav)

2.nereden ciktci  bu kentsel dönüsüm?“ oder
   Wo hat diese Stadterneuerung begonnen? (Braxon Hood)

3.„Göc“ (Migration) (IMECE)

4.„Istanbul is naked“ (Zafer Bicen)

detailiertes Programm:

1.„no pass to demolition“ (Beksav)

2.nereden ciktci  bu kentsel dönüsüm?“ oder
   Wo hat diese Stadterneuerung begonnen? (Braxon Hood)

3.„Göc“ (Migration) (IMECE)
4.„Istanbul is naked“ (Zafer Bicen)

İstanbul Çıplak - Istanbul Is Naked from Kara Bayrak on Vimeo.

Hintergrund/Background:

Reportage in "der Spiegel":
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,787048,00.html


Stadtentwicklung in Istanbul
von Globalisierung und Segregation


Der Filmabend beschreibt die aktuelle Situation der Menschen in Istanbul, die von Abriss und Zwangsumsiedlungen aus Ihren angestammten Quartieren betroffen sind. Spätestens seit 2005 existiert in Istanbul eine neue Agenda der Stadtpolitik, die es den Bezirken und staatlichen Institutionen anhand neuer Gesetzgebungen erlaubt, ganze Viertel abzureißen und die angestammte Bevölkerung unter Androhung von Zwangsenteignung zu vertreiben. Vier Dokumentarfilme schildern exemplarisch die Realität der Betroffenen und Ihre Formen des Widerstandes. 


Als aufstrebende Global City ist Istanbul Schauplatz für Entwicklungen, die viele Großstädte rund um den Globus  kennzeichnen: Räumliche und soziale Segregation sind das Ergebnis neoliberaler Stadtentwicklung. Internationales Kapital verändert die Logik politischen Agenden und des Immobilienmarktes. Die Polarisierung zwischen Reich und Arm spitzt sich zu. 


Im Zeichen dieser rigorosen Stadterneuerung werden ganze Stadtviertel sowohl im Stadtzentrum wie auch an der Peripherie abgerissen und für eine entstehende Mittelschicht neugebaut. Hierbei haben die angestammten Bewohner das Nachsehen. Viele werden über Kilometer hinweg an der Stadtrand verdrängt, wo Ihnen Wohnung in Neubausiedlungen am Stadtrand zum Kauf angeboten werden. Diese sind auf lange Sicht allerdings nicht bezahlbar und zerstören die sozioökononimsche Grundlage der meist marginalisierten Bevölkerungsgruppen.  Nichts destotrotz sind die Projekte auch unter einem wachsendem Teil der Betroffenen populär, die Ihre neuen Wohnungen weiter verkaufen und sich einen schnellen Gewinn erhoffen. Viele leben aber langfristig gesehen in oftmals prekäreren Umständen als zuvor. 


Die von offizieller Seite angeführten Gründe für diese Tabula Rase Stadterneuerung sind vielgesichtig: Der angebliche Erhalt von Kulturerbe, die Ertüchtigung der Häuser im Angesicht eines drohenden Erdbebens, der Erhalt von Grünzonen oder der Flächenvorhalt für Infrastrukturprojekte.  Die staatliche Wohnungsbaubehörde - TOKI - wurde indes von der AKP mit einer nie da gewesenen Machtfülle ausgestattet. Mit immer gleichen Wohnblöcken prägt TOKI maßgeblich das Bild der Stadt und droht dieses und die Besonderheiten der Stadt zu zerstören.
Martin Schwegmann

Movie Night at Babylon Mitte



Thursday, 1rst of September, 8.15 pm at Babylon Mitte Cinema

In the series "New German Movie" Babylon Mitte shows:

Sulukule Roman Orchestra, Ede Müller, 2009, 8 min
The last days of Sulukule, Naomi Steuer, 2010, 42 min

Moderation: Martin Schwegmann, Urban Researcher




 










  










 fltr.: Martin Schwegmann, Ede Müller

from the local Press:

"Die letzten Tage von Sulukule
zitty-Kritik 18/2011
Neuer deutscher Film: Die letzten Tage von Sulukule und Sulukule Roman Orchestra
Sulukule war das älteste Roma-Viertel Istanbuls. Ein lukratives Gebiet für die Stadtplaner, und so begannen 2006 der Abriss und die Umsiedlung der Bewohner, um neue Luxusapartments zu
errichten. Im Babylon Mitte werden nun zwei Dokumentarfilme gezeigt, die sich mit der Zerstörung des Weltkulturerbes der Roma in Istanbul befassen. Naomi Steuer begleitet in „Die letzten Tage von Sulukule“ Roma, die in den Ruinen ausharren bis zum Schluss. Sie wollen ihre Heimat nicht verlassen, denn hier standen die Vergnügungshäuser, in denen ihre Musik gespielt wurde. Eine einst lebendige Kultur, die auch in Ede Müllers Kurzfilm „Sulukule Roman Orchestra“ beleuchtet wird. Das Orchester wurde 2006 im Zuge der Proteste gegen den Abriss gegründet, um die musikalische Tradition der Roma am Leben zu erhalten. Zwei Zeitdokumente – 2010 wurden die letzten Häuser abgerissen, in dem Jahr, in dem Istanbul Kulturhauptstadt Europas war. Neben den Regisseuren wird auch der Istanbuler Stadtforscher und Publizist Orhan Esen anwesend sein.
Su-Zien Kim"

(Anmerkung UP: Statt Orhan Esen übernahm Martin Schwegmann von Urban Passion die Moderation)

Wednesday, September 14, 2011

From Sulukule to Kreuzberg

„Von Sulukule nach Kreuzberg: Vertreibung in Istanbul – Umstrukturierung in Berlin.Wenn die Stadtentwicklung profitgierige Wirtschaftsinteressen und Vertreibung heißt, dann… 

"From Sulukule to Kreuzberg: Eviction in Istanbul - restructuring in Berlin. If urban development means greed for profit and evivtion, than..."

Organized by Mehmet Bakir, Sinje Kätsch, Figen Izgin (Almende e.V.)

with the kind support of KOTTI, Verdi, IG Metall and sponsering of Rosa Luxemburg Stiftung.  



Veranstaltungsdatum/Date
Dienstag, am 31.05.2011, um 19.00h,
 
Veranstaltungsort/Place
Familiengarten, Oranienstr. 34, 10999 Berlin


Die Veranstaltung „Von Sulukule nach Kreuzberg" soll die Bewegung gegen die voranschreitende Vertreibung und Umstrukturierung in den beiden Großstädten Istanbul und Berlin thematisieren und zu Wort kommen lassen.
Es werden, neben den inhaltlichen Beiträgen zur Problematiken in den beiden Städten und zum Thema; Wohnen in Würde, sowohl die sozialen Bewegungen gegen Vertreibung aus Istanbul sowie Vertreter_in der Stadtteilinitiative(n) aus Berlin u.a. ihre Arbeit vorstellen.

Wir wollen möglichst breit einladen, möglichst verschiedene, an dieser Thematik interessierte und betroffene Menschen zusammenbringen, um eine größere Vernetzung und Solidarität untereinander anzuregen.


Referenten und Referentinnen - Die Themen

· Sebastian Jung, Sprecher der Initiative „Berliner Bündnis Sozialmieter.de“ gegen  Umstrukturierung wird aktuell über die Situation in Berlin und die tendenzielle Entwicklung, sowie schwerpunktmäßig über die Arbeit und das Engagement verschiedener Berliner Basisgruppen berichten.

· Dipl. Ing. Architekt Martin Schwegmann; forscht seit 2008 über den urbanen Transformationsprozess in Istanbul. Er wird einen Überblick über die Entwicklung seit 2000 und über die aktuelle Situation in Sulukule geben.

·Der in Berlin lebende Journalist Mehmet Bakir wird über die politischen Hintergründe der Stadtentwicklung in Istanbul referieren.

·Dr. Dorothee Haßkamp von Amnesty International wird die Kampagne "Wohnen in Würde" und Menschenrechte, Themengruppe wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, vorstellen und das Thema Menschenrecht in dieser Beziehung und die Arbeit  dazu darstellen.

·Es wird der Kurzer Dokumentarfilm über Sulukule des Filmemachers Ede Müller, „Sulukule Roman Orchestra“ gezeigt. Er selber wird anwesend sein und kurz über den Film und als Augenzeuge berichten.

·Die Veranstaltung wird von der Vertreterin von Allmende e.V., Frau Figen IZGIN, moderiert.

·Der zweite Teil der Veranstaltung soll Raum geben für Fragen, Diskussionen und Überlegungen für eine größere Vernetzung innerhalb Berlins und einer Solidarisierung u.a. mit den Roma in Istanbul und auch in Berlin.

·Begleitet wird die Veranstaltung von einer Foto und Plakatausstellung zu Sulukule / Kreuzberg und ihren jeweiligen Basisbewegungen und ihrer Aktionen.



ZUM THEMA

Dadurch wollen wir erreichen, dass die Gruppen, die zu diesem Thema aktiv sind, wenn auch mit unterschiedlichen Hintergründen, voneinander erfahren und lernen, Gemeinsamkeiten erkennen und diese Erfahrungen in ihre weitere Arbeit einfließen lassen.

Die Roma sind derzeit als Hauptbetroffene der Vertreibung aus Sulukule in Istanbul. Das Problem ist allerdings größer und nicht nur eine Roma Frage. Vor kurzem ist es in Istanbul beschlossen und geplant worden, dass ca. 1.000.000 Häuser / Wohnungen abgerissen sollen und weiteren Glaspaläste auf die Wohnviertel, wie denen der Roma in Sulukule, zu pflanzen. Die Menschen werden in Stadtrandbezirke vertrieben, in denen sie aus dem Nichts die eigene Existenz erhalten müssen.
Berlin dagegen ist eine Mieterstadt und die Mieten steigen in vielen Stadtteilen explosionsartig: Die Beruhigungspille, Wohnen in Berlin sei im Vergleich zu München oder Hamburg viel günstiger, hilft Menschen, die ihre Wohnungen verlassen müssen, deren Zahl stetig steigt, nicht weiter. Die rapide Erhöhung der Mieten verdrängt Menschen an den Rand der Stadt. Arme, Alte, Alleinerziehende und Migrant_innen werden gezwungen ihre Kieze zu verlassen. Ihre vertrauten Lebensräume übernehmen die gut verdienenden Akademiker. 
Seit Jahren steigt in Berlin die Nachfrage nach Wohnraum. In den letzten zehn Jahren ist die Anzahl der Haushalte rund um 130.000 gestiegen. Diese Entwicklung wurde seitens der Politik lange ignoriert: Das Angebot konnte mit der Nachfrage nicht mithalten: Seit Jahren stagniert der Wohnungsbau. Sozialwohnungen wurden verkauft.
Ein weiterer Grund der Mietsteigerung ist die Aufwertung der Kieze durch Sanierung der Häuser. Bestimmte Stadtteile werden so in Wert gesetzt. Hinzu kommt die Kündigung der Anschlussförderung für 28.000 Wohnungen berlinweit. Nachdem werden aus der Anschlussförderung immer mehr Miet- in Eigentumswohnungen umgewandelt. Wohnungen in Kreuzberg im Fanny-Hensel-Kiez oder in der Kochstraße bilden hier nur zwei Beispiele. Für die 44 Wohnungen im Fanny-Hensel-Kiez hat der neue Eigentümer nach dem Wegfall der Wohnungsbauförderung vor fünf Jahren die Warmmiete von 5,33 Euro auf 7,04 Euro pro Quadratmeter erhöht (32 Prozent, ganz legal).
Auch die steigende Nutzung von Wohnraum für Ferienunterkünfte treibt die Mieten hoch. Laut dem Wohnungsmarktbericht 2010 der Investitionsbank Berlin (IBB) ist von weiterem Anstieg der Mieten auszugehen. Auch hier wirken prinzipiell die gleichen Strukturen: die profitgierige Wirtschaftsinteressen.
Wenn schon die Wirtschaftsinteressen überall so wirken, so sollten es auch die Basisbewegungen in ihre Gegenstimme zur Wirkung bringen und sich mit denen in anderen Ländern verbunden fühlen.



Wednesday, January 27, 2010

Sulukule Reality - Panel Discussion

21.11.2009, Naunynritze, Naunynstraße 63, Berlin Kreuzberg



in the framework of the music festival kreuztanbul III



host: Secil Yaylali

panellists:

Ede Müller, film-maker (video message), Berlin
Göksin Yaran, (translator) for Ede Müller, Istanbul
Funda Oral, Sulukule Platform, Istanbul
Martin Schwegmann, urban researcher and planner, Berlin
Sükrü Pündük, Roma Cultural Association Sulukule, Istanbul

Music: Mert Ustaoglu, Aytac Kiran, Yasin Kiran


photograph: Mehmet Bakir


photograph: Mehmet Bakir

Martin Schwegmann, Funda Oral, Secil Yaylali                     

Sulukule, located on the historic peninsular of Istanbul, is - or better was - one of the oldest Roma settlements in the world. A few years ago, Fatih municipality declared Sulukule a “collapsed” area and began an urban transformation project according to new laws. The project included the construction of luxury houses in the neighbourhood and the transfer of local Roma, many of them home owners, to apartments in the distant (56km) Taşoluk neighbourhood belonging to Istanbul’s Arnuvutköy district.


Martin Schwegmann and Marcus Müller-Witte went for field research to sulukule and tasoluk in 2008 and 2009

The urban transformation project caused an angry reaction from Roma and civil society organizations, who decried both the transfer of the population to an alternative location whose conditions were incompatible with their lifestyle. From Sulukule, 340 families moved to Taşoluk yet only six remained there; all others returned to Balat, a neighbourhood close to Sulukule.

The panel explained the current situation in Sulukule from the various points of view of the panellist.


photographs: Mehmet Bakir


photograph: Mehmet Bakir
 
Roma musicians rehearsing during the panel

Wednesday, November 19, 2008

Istanbul - City in Change


Urban Passion worked on a movie about the current urban transformation processes in Istanbul. In recent years radical urban renewal projects are under way, which threaten great parts of the inner city population by demolition of their homes and eviction.

Unfortunately we weren´t able to finish it. No TV Station we offered it to was interested. We work on!

Watch the trailer now! (only in German) or visit www.changeistanbul.blogspot.com